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Ich bin 51 Jahre alt, alleinstehend und möchte 100‘000 Franken für rund zehn Jahre anlegen. Ich will mich möglichst wenig um die Geldanlage kümmern und bin bereit, etwas Risiko einzugehen. Was wäre Ihre Empfehlung?
Eine Möglichkeit wären drei oder vier Tranchen von namhaften Unternehmensobligationen, die kürzlich auf den Markt kamen. Swisscom-Obligationen rentieren zum Beispiel mit 3,25 Prozent pro Jahr, Georg Fischer mit 4 Prozent. Unternehmensobligationen bringen in der Regel mehr Ertrag als beispielsweise Kassenobligationen von Postfinance oder Kantonalbanken mit Staatsgarantie. Der Konkurs der Swissair zeigt aber, dass die Risiken bei Unternehmensobligationen grösser sind als bei Kassenobligationen.
Eine weitere Option für Sie sind Wandelobligationen. Die Renditen gleichen jenen von Aktien – bei einem geringeren Risiko. Neben dem Konkursrisiko des Wandelanleihen-Herausgebers besteht aber ein weiteres Risiko in der mangelnden Liquidität des Handels: Es gibt nicht so viele Wandelanleihen. Wenn jemand verkaufen will, findet er daher nicht immer einen Käufer. Wandelanleihen verfügen über eine feste Laufzeit, feste Rückzahlung und eine gleichbleibende Verzinsung. Durch die Ausgabe einer Wandelanleihe nimmt eine Gesellschaft Fremdkapital auf, das während der Laufzeit ganz oder teilweise – je nach Börsenentwicklung – durch Wandlung in Aktien umgewandelt wird. Als Anleger haben Sie die Möglichkeit, Ihren Betrag zu einem bereits heute bestimmten Kurs in Aktien des Unternehmens zu wandeln.
Das machen Sie natürlich nur, wenn der Börsenkurs höher steht als der Wandelkurs. Sie profitieren also von einer positiven Aktienkursentwicklung, ohne das Risiko eingehen zu müssen, diese Papiere zu kaufen. Falls Sie sich nicht im Detail mit Wandelanleihen beschäftigen möchten, können Sie auch auf Wandelanleihen-Fonds setzen. Mit Fonds vermindern Sie zudem das Klumpenrisiko.
06. Dezember 2009 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld