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In einer in der Schweiz vertriebenen Broschüre wirbt das Deutsche Unternehmen Forestfinance mit dem Slogan «Urwald schützen mit Rendite – werden Sie Baumsparer!». Soll ich auf das Angebot einsteigen?
Nein. Ihr Kapital ist bei einer Investition in Bäume schlicht zu lange gebunden, und der künftige Ertrag unsicher. Das Unternehmen Forestfinance aus Bonn verspricht ab einer Hektar Waldgrösse eine satte Rendite von 8 bis 12 Prozent. Dabei handelt es sich aber lediglich um «Prognosen». Solch hohe Renditen lassen sich nur mit entsprechend hohen Risiken erzielen bis hin zum Totalverlust. Bei einer Investition in den tropischen Nutzwald in Panama kann das durchaus eintreten. Während der jahrzehntelangen Anlagedauer kann viel passieren – sowohl bei den Bäumen als auch bezüglich politischer Lage und der Währungssituation in Panama. Weitere Risiken sind lange Trockenheit, Feuer oder Schädlingsbefall.
Dagegen trifft das Unternehmen gemäss eigenen Angaben zwar Massnahmen. Ob diese ausreichen, «Ihren» Wald während Jahrzehnten wirksam zu schützen, ist von der Schweiz aus aber nur schwer einzuschätzen. Im Konkursfall käme zudem nicht Schweizer Recht zur Anwendung. Das würde eine Rückforderung des eingesetzten Mindestkapitals von 23'000 Euro zusätzlich erschweren.
Warnliste: Auf Kundenfang: Auf www.kgeld.ch finden Sie eine Liste mit Unternehmen, die Geldanlagen und Finanzprodukte verkaufen, bei denen Chancen und Risiken in einem Missverhältnis stehen. Aufgeführt sind auch Firmen, die Laien zu riskanten Investments verleiten. Zudem sind Finanzprodukte aufgelistet, die für Kleinanleger nicht geeignet sind.
06. Dezember 2009 | Bernhard Bircher, Redaktor K-Geld
Kommentare (5) |
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Letztens wurde ich von einer dieser Unternehmen angerufen und das
ganzer hörte sich sehr überzeugend an. Ich habe mich bei
einem Bekannten erkundigt der vor einem Jahr gute Erfahrungen bei so
einem Holzinvest gemacht hatte. Er meinte nur das die Prognosen der
Presisteigerung nicht ganz erzielt worden waren. Hat hier jemand schon
erste Ausschüttungen erhalten? Sind die Erlösberechnungen
zufrieden stellend? Danke.
Ich interessiere mich seit einiger Zeit für ein
Holzinvestment. Habe auch verschiedene Angebote erhalten. Vor einiger
Zeit habe ich einen Anruf von der Eco Suisse Group AG wie auch von der
Greenplanet AG erhalten. Beide Unternehmen konnten mich nicht
überzeugen. Bei der Eco Suisse Group AG ist der Verwaltungsrat in
30 Firmen aktiv. Siehe folgenden Link
http://www.moneyhouse.ch/p/hirt_manfred-3716980/verbindungen.htm
Dieser Herr hat eine Fronting-Funktion. Ausserdem konnte mir die Dame
nicht mitteilen wo die Bäume genau stehen. Die
Greenplanet-Berater haben eine unhöfliche Art zu kommunizieren
und haben mehr negativ über die Konkurrenz gesprochen als
über ihr eigenes Produkt.
Ich bin auf diese Seite gestoßen, weil ich Informationen
über Milestone Woodsource gesucht habe. Ich muss dem Schreiber
mit dem Nicknamen „Bruno Manser“ widersprechen, wenn er
behauptet „Immerhin sind mit Precious Woods, Life Forestry,
Forests for Friends oder der Milestone Woodsource absolut angesehene
Firmen am Markt.“ Zu den Firmen Life Forestry und Milestone
Woodsource findet man eine Vielzahl negativer Artikel und Warnungen.
Zur Life Forestry erschien hier im Ktipp ja bereits auch ein sehr
negativer Artikel mit der Überschrift „Bäumige
Versprechen“, siehe http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1036541/
Auch die deutsche Finanztest warnt vor Life Forestry. Zur Milestone
Woodsource findet man unter anderem Warnungen bei Graumarktinfo und
Ecoreporter. Life Forestry und Milestone Woodsource machen auf mich
den Eindruck von Nachfolgefirmen der von der Bankenkommission
aufgelösten und in Liquidation gesetzten Prime Forestry
Switzerland AG. Erneut werden Teakbäume in Mittel- bzw.
Südamerika zu sehr hohen Preisen und noch höherem
Werbeaufwand vertrieben. So verwundert es auch nicht, das man Artikel
findet, in denen Personalüberschneidungen der liquidierten Prime
Forestry Switzerland AG und der Milestone Woodsource AG aufgedeckt
werden: „Sowohl der heutige Aufsichtsrat der Milestone
Consulting AG, Nubu Migmar, als auch einige ehemalige
Vertriebsmitarbeiter haben vor dem Wechsel zu Milestone WoodSource bei
Prime Forestry Switzerland AG gearbeitet“ (aus
„Ecoreporter“).