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Der saldo-Rechtsberatung ging im Jahr 2009 die Arbeit nicht aus. Hier die Firmen, die den Lesern am meisten zu schaffen machten.
Internet-Abzocker
Nichts ärgert die Leserschaft mehr als die Absahner im Internet, wie Cool.fragschnell.de, 1000gratisproben.com oder 120gratissms.de (vollständige Liste unter www.saldo.ch). Die Firmen locken Konsumenten in teure Abofallen. Inkassobüros und Anwälte verlangen danach ungerechtfertigte Abogebühren und drohen mit Betreibung, Gericht und Strafanzeige.
Cablecom
Dieses Unternehmen verteidigt in der Reklamations-Hitliste hartnäckig seit Jahren einen der vordersten Ränge. Cablecom verschickt willkürlich Modems und Rechnungen. Die Kunden wollen sich informieren – und stranden bei überforderten Mitarbeitern. Bleibt zu hoffen, dass mit dem Kürzel UPC nicht nur der Name, sondern auch der Kundenservice ändert.
Registerhaie
Branchenregister-Firmen wie Printus Verlag oder Branchenregister B&P fangen ihre Opfer durch Täuschung. Ziel sind Kleinunternehmer, die nicht jeden Buchstaben eines leicht irreführenden Formulars lesen. Sie unterschreiben das Papier in der Annahme, es handle sich um eine Nachricht der Post oder um eine Korrektur eines vorhandenen Eintrags. Andere sind der Ansicht, man müsse nur die Adresse korrigieren.
Jasmin-Touristik
Jasmin-Touristik verspricht gutgläubigen Opfern garantiert 8000 Franken, Seerundfahrten und Stadtbesichtigungen. Dabei geht es nur darum, auf Verkaufsfahrten teure Matratzen und Ähnliches zu verkaufen.
Die Post
Erstmals auf den ersten fünf Plätzen der Jahresliste ist die Schweizerische Post. Aufgrund der vielen Leserreklamationen entsteht der Eindruck, ein Paket zu erhalten, sei Glückssache. Die Pöstler deponieren die Lieferungen in Hausgängen oder auf Türschwellen, wo Diebe sich beliebig bedienen. Briefe kommen zwar an – jedoch nicht selten an der falschen Adresse. Und richtig adressierte Post wird zurückspediert mit dem Vermerk, der Empfänger sei unbekannt.
29. November 2009