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Schiffsbeteiligungen werden zurzeit stark beworben mit Renditen von 6 bis 8 Prozent pro Jahr. Was ist von solchen Anlagen zu halten?
Diese Anlagen sind riskant und die Renditeprognosen häu?g zu hoch. Der Anleger investiert über eine Beteiligungsgesellschaft. Diese sammelt das Kapital von Anlegern und kauft damit ein Schiff. Die Rendite der Anlage wird mit der Vermietung des Schiffes an Chartergesellschaften erzielt.
Die Preise für Frachtschiffe sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Diese Kosten können aber höchstens teilweise auf die Chartergesellschaft abgewälzt werden. Das schmälert die Rendite für den Anleger.
Die Beteiligungsgesellschaft ?nanziert zudem nur rund 40 Prozent eines Schiffes. Die andern 60 Prozent stammen von Bankkrediten. Bei steigenden Zinsen erhöhen sich diese Kreditkosten. Auch das senkt die Rendite.
Die Beteiligung dauert meist rund zehn Jahre. Danach verkauft die Reederei das Schiff. Mit dem Erlös zahlt sie die Bankkredite zurück. Der Rest wird unter den Eigentümern gemäss ihren Investitionen aufgeteilt. Sollten die Preise für Schiffe zu diesem Zeitpunkt tiefer sein als heute, lässt sich das Schiff nur zu einem schlechten Preis verkaufen.
Ein Anleger, der sich vorzeitig von seiner Beteiligung trennen will, kann sie nur auf dem oft illiquiden und intransparenten Sekundärmarkt verkaufen.
Und nicht zuletzt besteht auch ein Währungsrisiko: Die Chartereinnahmen fallen zum grössten Teil in US-Dollar an.
(plü)
25. Oktober 2006