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Ich lese immer wieder, dass Indexprodukte billiger und oft erfolgreicher sind als herkömmliche Fonds. Doch was ist besser: Indexfonds, Indexaktien oder Indexzertifikate?
So genannte Indexfonds sind Anlagefonds, die einen bestimmten Börsenindex abbilden - zum Beispiel den Swiss Performance Index (SPI). Sie sind nicht an der Börse handelbar, ihr Preis wird täglich neu festgesetzt. In der Regel werden die Dividendenerträge einmal pro Jahr ausgeschüttet. Beim Kauf und Verkauf zahlt oder erhält man den Kurs des folgenden Tages. Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds verursachen Indexfonds rund zwei Drittel weniger Gebühren - trotzdem haben diese Indexprodukte die höchsten Spesen.
Günstiger sind Indexaktien oder Exchange Traded Funds (ETF). Der aktuell billigste ETF - der SPDR (auf den US-S&P-500-Index) - kostet jährlich 0,1 Prozent Gebühren, der XMTCH on SMI 0,39 Prozent.
Die an der Börse gehandelten ETFs haben zudem den Vorteil, dass sie täglich handelbar sind. Weiter ist der Preisunterschied zwischen An- und Verkauf meistens sehr gering.
Nicht so bei den Indexzertifikaten. Sie kosten zwar keine laufenden Gebühren. Aber Zinszahlungen und rund 3 Prozent Dividenden werden dem Anleger häufig nicht ausbezahlt (siehe Seite 18).
Wichtig bei der Wahl: Beachten Sie, auf welchen Index ein Produkt läuft. Das erklärt - neben der Höhe der Gebühren - die Unterschiede bei der Performance. Indexprodukte auf dem Schweizer Aktienmarkt liefern also unterschiedliche Resultate, wenn sie den SMI (Blue-Chip-Index), den SPI (Gesamtmarkt) oder einen von einer Bank berechneten Index (zum Beispiel UBS-100-Index) abbilden.
(mv)
02. Februar 2005